Gesund sein – was bedeutet das eigentlich?
Eine spannende Frage, die gar nicht so leicht zu beantworten ist.
Die WHO beschreibt Gesundheit bereits seit 1948 als einen Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens – und nicht lediglich als die Abwesenheit von Krankheit.
Und trotzdem verbinden wir Gesundheit im Alltag oft genau damit:
Ich bin gesund, wenn ich nichts habe.
Aber ist das wirklich so?
Vielleicht kennst du jemanden, der sagt: „Ich bin eigentlich nie krank“, regelmäßig Medikamente benötigt oder bestimmte Beschwerden längst als seinen ganz normalen Alltag akzeptiert hat.
Und vielleicht gibt es genauso Menschen, die mit einer Allergie, einer Unverträglichkeit oder einer chronischen Erkrankung leben und trotzdem sagen: „Ich fühle mich gesund.“
Gesundheit ist also offensichtlich mehr als die Frage:
Habe ich eine Diagnose – oder habe ich keine?
Wie zufrieden bist du mit deiner Gesundheit?
Bevor du weiterliest, lade ich dich zu einem kleinen Check-in ein.
Mach es dir kurz bequem. Schließe für einen Moment die Augen und atme dreimal ganz in deinem eigenen Tempo ruhig ein und aus.
Und nun stell dir eine Skala von 1 bis 10 vor.
1 bedeutet: „Ich fühle mich richtig gut und gesund.“
10 bedeutet: „Ich bin mit meiner Gesundheit gerade sehr unzufrieden.“
Welche Zahl kommt dir spontan in den Sinn bei den folgenden Fragen?
- Fühlst du dich vital, kraftvoll und leistungsfähig – oder eher müde und erschöpft?
- Funktionieren Verdauung und Stoffwechsel so, dass du dich wirklich wohlfühlst?
- Schränken dich Allergien oder Unverträglichkeiten in deinem Alltag ein?
- Gibt es chronische Beschwerden, die dich begleiten?
- Gibt es Themen, von denen du merkst: Irgendwie ist mein Körper nicht mehr ganz in seiner Balance.
Und jetzt ganz wichtig:
Es gibt hier kein richtig oder falsch.
Deine Zahl ist keine medizinische Bewertung. Sie ist einfach ein Moment, in dem du einmal bewusst wahrnimmst, wie es dir gerade geht.
Denn manchmal wissen wir selbst ziemlich genau, wie es uns geht – lange bevor wir die passenden Worte dafür finden.
Wenn das Ungesunde zum Normalen wird
Und hier kommt noch ein Gedanke, der mir besonders wichtig ist:
Was ist, wenn du gar nicht mehr weißt, wie es sich anfühlt, sich wirklich gut zu fühlen?
Wenn Beschwerden dich schon seit Jahren begleiten, werden sie irgendwann selbstverständlich. Die Müdigkeit gehört zum Alltag. Der aufgeblähte Bauch nach dem Essen ist eben „normal“. Der schlechte Schlaf – daran hat man sich gewöhnt. Die Kopfschmerzen kommen halt immer wieder.
Wir gewöhnen uns an erstaunlich vieles.
Und genau deshalb kann unser heutiger Zustand für uns völlig normal wirken, obwohl unser Körper schon lange versucht, auf etwas aufmerksam zu machen.
Das Bekannte ist nicht automatisch das Gesunde.
Vielleicht ist deshalb manchmal eine andere Frage viel spannender als:
„Was habe ich?“
Nämlich:
„Wie würde ich mich eigentlich fühlen, wenn mein Körper wirklich in seiner Balance wäre?“
Vielleicht kennst du die Antwort darauf noch gar nicht.
Und das ist völlig in Ordnung. Denn manchmal beginnt Veränderung genau dort, wo wir entdecken, dass „normal“ nicht unbedingt das Gleiche bedeutet wie „gesund“.
Gesundheit ist für mich ein Zusammenspiel
Als Heilpraktikerin betrachte ich Gesundheit nicht als eine Ansammlung einzelner Symptome.
Für mich ist der Körper ein großes Zusammenspiel verschiedener Systeme, die ständig miteinander kommunizieren und voneinander abhängig sind.
Da ist zum Beispiel das Immunsystem, das tagtäglich für uns arbeitet.
Da ist der Darm, der eine wichtige Rolle für unsere Abwehr und unser gesamtes Wohlbefinden spielt.
Da sind Hormone, Stoffwechsel und Nervensystem – und natürlich all die Organe, die jeden Tag zuverlässig ihre Aufgaben erfüllen, ohne dass wir ihnen dafür auch nur einen Gedanken schenken.
Eigentlich ein ziemlich beeindruckendes Team.
Und wie bei jedem guten Team gilt: Wenn einer ständig Überstunden macht, während die anderen behaupten, alles sei bestens, wird es irgendwann schwierig. 😉
Für mich bedeutet Gesundheit deshalb, dass dieses Zusammenspiel möglichst gut funktioniert und der Körper seine Prozesse weitgehend selbst regulieren kann.
Ein Symptom ist nicht immer das eigentliche Problem
Vielleicht liegt genau hier ein wichtiger Unterschied in meiner Sichtweise.
Ich möchte Beschwerden nicht einfach nur zum Schweigen bringen.
Denn ein Symptom kann auch ein Hinweis sein.
Es kann uns zeigen, dass irgendwo im System etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist oder der Körper Unterstützung benötigt.
Wenn beispielsweise Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, chronische Beschwerden oder andere wiederkehrende Themen auftreten, schaue ich deshalb nicht nur auf das, was gerade spürbar ist.
Ich frage mich vielmehr:
Was steckt dahinter?
Wo liegen mögliche Zusammenhänge?
Und was braucht der Körper, damit er seine eigenen Regulationsprozesse wieder besser erfüllen kann?
Genau dieser ursachenbezogene Blick ist ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit.
Und dann ist da noch die Seele …
Denn für mich wäre es zu kurz gedacht, Gesundheit ausschließlich auf den Körper zu reduzieren.
Wir sind schließlich keine Körper mit einer Seele als hübschem Zusatzpaket.
Körper und Seele gehören zusammen.
Unsere Lebensgeschichte, unsere Erfahrungen, unsere Gefühle, unsere Beziehungen, unser Alltag und die Art, wie wir mit uns selbst umgehen, können nicht einfach an der Praxistür abgegeben werden.
Deshalb gehört für mich auch der Blick auf die seelische Ebene zu einer ganzheitlichen Betrachtung.
Denn manchmal lohnt es sich nicht nur zu fragen:
„Was hat mein Körper?“
Sondern auch:
„Was möchte mir mein Körper vielleicht sagen?“
Gesundheit beginnt mit Wahrnehmung
Um herauszufinden, wo dein Körper Unterstützung gebrauchen könnte, nutze ich unter anderem eine Blutuntersuchung, die mir anhand einer kleinen Blutprobe wichtige Hinweise auf Zusammenhänge und mögliche Schwachstellen geben kann.
Auf dieser Grundlage kann ich gezielter schauen, wo Unterstützung sinnvoll sein könnte. In meiner Arbeit verbinde ich diesen körperlichen Blick unter anderem mit der Hildegard von Bingen Medizin.
Dabei bleibt der Mensch für mich immer mehr als ein Laborwert.
Ich möchte verstehen, wie dein Körper funktioniert, was ihn möglicherweise aus dem Gleichgewicht gebracht hat und was dich als Mensch bewegt.
Denn Gesundheit ist für mich kein Zustand, den man einmal erreicht und dann für immer abhakt.
Sie ist etwas Lebendiges.
Etwas, auf das wir achten, was wir wahrnehmen und immer wieder neu ins Gleichgewicht bringen dürfen.
Und vielleicht ist genau das die spannendere Frage:
Nicht nur:
„Bin ich krank?“
Sondern:
„Wie gesund fühle ich mich eigentlich – und was kann ich selbst dazu beitragen, dass es mir gut geht?“
Wenn du neugierig geworden bist und deine Gesundheit einmal aus dieser ganzheitlichen Perspektive betrachten möchtest, lade ich dich herzlich ein, meine Arbeit und meine verschiedenen Möglichkeiten der Unterstützung kennenzulernen.
Vielleicht ist jetzt genau der richtige Moment, einmal genauer hinzuschauen.
